Donnerstag, 18. September 2014

Atlantikluft: Portugal-Algarve




Seit Gibraltar atmen wir Atlantikluft, die Temperaturen haben sich etwas abgekühlt und wir befinden uns im Tidenrevier. Hier bestimmen Ebbe und Flut den Tagesrhythmus und wir fühlen uns stark an unser Heimatrevier erinnert.

Einige Flussmündungen haben wir inzwischen angelaufen und immer gute Ankermöglichkeiten gefunden. So ankerten wir im engen Fahrwasser bei Scanti-Petri bei Cadiz, wo uns die Stärke des einlaufenden Wassers bei halber Tide schlagartig die Stärke des Tidenreviers bewusst machte. Erinnerungen an unser Heimatrevier und die Oste wurden wach.

Wir ankerten im Rio Odiel, wo im oberen Flusslauf ein Denkmal an die Atlantiküberquerung Christoph Columbus erinnert.

Besonders gefallen hat uns der Rio Guadiana. Er ist der Grenzfluss zwischen Spanien und Portugal. Hier haben wir uns mit einem Bummel durch Ayamonte vom spanischen Leben verabschiedet und in Vila Real de San Antonio Portugal begrüßt.

Nun liegen wir schon eine Woche  in der Lagune von Faro und morgen fliege ich von hier aus zu unserer Tochter und den Enkelkindern nach Deutschland. Somit haben wir unser erstes Etappenziel erreicht und dazu noch genug Zeit, diesen einzigartigen Ankerplatz genießen zu können.

Wir ankern mitten in Portugals ältestem Naturschutzgebiet, das aus einem Labyrinth aus Kanälen, Lagunen und Sandbänken besteht. Das Gebiet des Ria Formosa umfasst 5 Inseln und 2 Halbinseln und wir liegen  geschützt vor Isla Culatra, einer kleinen Fischerinsel. Täglich machen wir einen Spaziergang über die Insel auf die Atlantikseite und baden im Meer.