Donnerstag, 12. November 2015

Landfall auf Cabo Verde









Anbei die Fortsetzung unseres Landfalls auf cabo verde:

...kaum haben wir den Anker in Palmeira auf Sal in den Sand gezogen, kommt ein Schlauchboot längsseits und Andreas und Stephan heißen uns willkommen. Unser Eintreffen wurde bereits erwartet und war von unseren Freunden Iris und Robert angekündigt worden.

Ausgestattet mit allen wichtigen Informationen checken wir gleich am folgenden Tag ein. Danach macht sich Alfons sogleich an die Reparatur des Auspuffs. Er klebt und verstärkt alle durchgebrannten Stellen und am Ende des Tages ist der Auspuff dichter als zuvor. Als der Motor wieder läuft macht sich Entspannung breit und wir erkunden den Ort.

Nicht umsonst nennt man die Kap Verden das Afrika für Anfänger. Bei unserem ersten Rundgang entdecken wir in der Mitte des Dorfes eine Zisterne, an der die Einheimischen in großen Kanistern ihr Wasser abfüllen. Auf dem Kopf balancierend oder mit Schubkarren wird das Wasser in die einfachen Häuser transportiert. Auch wir machen es uns in den folgenden Tagen zur Gewohnheit, täglich zur Wasserstelle zu gehen und unseren Wassertank an Bord immer etwas nachzufüllen.

Frauen waschen ihre Wäsche mit einem Waschbrett ganz in der Nähe der Wasserstelle. Fröhliche Kinder laufen durch die Gassen, Hunde dösen in der Sonne. Im Hafen landen Fischer in einfachen kleinen Booten ihren Fang an. Erwartet werden sie von Frauen, die die ergatterten Fische in großen Schalen auf dem Kopf nach Hause transportieren.

Wir fühlen uns täglich wohler hier, genießen die Leichtigkeit des Lebens, finden mit einfachen Gesten einen freundlichen und entspannten Umgang mit den Einheimischen, sitzen abends mit anderen Yachteignern im Cockpit und tauschen Erfahrungen aus.  

Viele Yachten sind wie wir auf dem Weg in die Karibik. Einige segeln zur nahen afrikanischen Küste. Täglich verlassen einige Boote den Ankerplatz und neue kommen dazu.

Auch wir werden in den nächsten Tagen weitersegeln und noch die ein oder andere der insgesamt 9  Inseln besuchen, bevor wir  den großen Sprung über den Atlantik wagen.