Donnerstag, 28. Januar 2016

Karibik










Aus Deutschland erreichen uns wunderschöne Schneebilder....unser Haus verschneit.... der Schlosspark.....Bäume.....Cuxhaven.....unter einer dicken Schneeschicht.

Wir kontern mit Sandstrand und Palmen....

Aber ja, ein wenig Wehmut kommt auf. Und ich gebe zu, ein wenig vermisse ich Cuxhaven, besonders meine Familie und meine Freundinnen und Freunde.

Aber wo und wann gibt es schon alles zusammen? Doch nur im Märchen, oder????

Deshalb für euch und in Vorfreude auf unser Wiedersehen gleich der nächste Bericht vom Segeln zur Insel Dominica. Der Insel, die Christoph Columbus wiedererkennen würde!?!

Mit dem Sonnenaufgang starten wir aus St. Pierre, dem Norden Martiniques. Nach einer Stunde Motorfahrt können wir Groß und Vorsegel ausrollen und segeln aus dem Windschatten der Insel in den offenen Seeraum zwischen Martinique und Dominica. Da der Wind hier konstant aus Ost weht, segeln wir auf dem Antillenbogen in SN und NS Richtung immer mit halbem Wind. Die Strecken, die wir bisher hoch am Wind segeln mussten, lassen sich an einer Hand abzählen.

Also easy segeln. Ich denke oft an unser Tidenrevier in Cuxhaven und kann nur sagen: Hier ist alles viel leichter. Nicht nur die Bekleidung, auch die Manöver sind leicht. Wir haben, seit wir in der Karibik sind, noch keinen Hafen angelaufen. Warum auch? Hier gibt es herrliche, geschützte Buchten auf der windabgewandten, also Westseite der Inseln, die zum Baden und Schnorcheln einladen. Also nur einen Platz suchen, den Anker fallen lassen, einfahren und fertig.

Als wir aus dem Windschatten Martiniques segeln, entsteht durch die Atlantikdünung dann eine 1 bis 2 Meter hohe See, aber nach 20 Seemeilen gewährt uns Dominica Windschutz und unsere Murada zieht ruhig und entspannt durchs Wasser. Segeln vom Feinsten, für mich der absolute Segelspaß.

Wir segeln an Roseau, der Hauptstadt Dominicas vorbei. Unser Ziel, die Bucht vor Portsmouth, Prince Rupertbay, liegt im grünen Norden der Insel. Und es wird immer grüner und bergiger. Nur vereinzelt zeigen sich kleine Ansiedlungen mit einfachen Fischerhütten. Am Ende kreuzen wir auf in die Bucht von Portsmouth, suchen uns einen Ankerplatz und lassen die Umgebung auf uns wirken.

Natur pur, üppiges, grünes, bergiges Hinterland, ein langer Sandstrand mit Palmen und prächtigen alten Bäumen. Hütten, vereinzelte Häuser am Wassersaum, einfache Holz- Anlegestege.

Christoph Columbus hätte sich sicher trotzdem gewundert und überrascht die Augen gerieben. Aber ja, für uns sieht es vielversprechend und exotisch aus. Und es könnte sein, dass wir hier weiteres kontrastreiches Fotomaterial zum heimatlichen Schnee finden!?!