Dienstag, 7. Juni 2016

Schluss mit lustig!





Wir sind wohlbehalten in Trinidad angekommen und es ist heiß. Bei 36 Grad im Schatten und bis zu 80% Luftfeuchtigkeit fließt der Schweiß auch ohne Bewegung. In kurzer Zeit sind  T-Shirts und Shorts durchgeschwitzt. Die immerwährende kurze Abkühlung unterm Wasserschlauch hält nicht lange vor.  Noch liegt unsere Murada im Wasser am Steg der Peake Marina im Industriegebiet von Chaguaramas. Das ölige, schmutzige Hafenwasser ist wenig einladend.  In einigen Tagen stellen wir das Schiff an Land, dann wird es an Bord noch ein paar Grad wärmer. In öffentlichen Gebäuden laufen hier überall die Klimaanlagen. Die 20 Grad kommen uns vor, als befänden wir uns im Kühlschrank.  

Unsere to do Liste ist lang.  Es ist viel zu Berücksichtigen, damit wir unser Schiff nach einem längeren Deutschlandaufenthalt wohlbehalten und nicht verschimmelt oder mit Ungeziefer besiedelt vorfinden. Unsere Murada muss sturm- und wasserfest verpackt werden.

Es geht uns wie vielen anderen Seglern, die Trinidad für die Zeit der Hurrikans ausgewählt haben oder wie wir für eine kürzere oder längere Zeit in die Heimat fliegen. Es wird gewerkelt und gearbeitet. Manch guter Tipp und Ratschlag wird untereinander weitergereicht.



Die schönste Tageszeit ist der Abend, wenn die Sonne untergegangen ist. Dann sitzt man mit den anderen Seglern zur Entspannung noch ein Weilchen zusammen. Bei Rumpunsch und Bier drehen sich die Gespräche über familiäres und weltbewegendes, über erreichte und kommende Ziele. Es gibt noch so viel zu Entdecken und Erkunden. Was alle eint, ist die Gewissheit, etwas Einzigartiges und Großartiges erlebt zu haben und noch weiter erleben zu wollen.



Deshalb ist hier jetzt Schluss, die Arbeit ruft, was mutt das mutt, wie die Nordlichter sagen würden. Von nichts kommt nichts und schließlich wollen wir in knapp 2 Wochen entspannt nach Hause fliegen können.



Wir freuen uns schon auf den Sprung in den Kühlschrank und grüßen euch ganz herzlich.