Montag, 12. Dezember 2016

Rückkehr an Bord



Nach unserer Rückkehr an Bord unserer Murada gestalteten sich die ersten Tage schwierig. Der Jetlag, die viele Arbeit am Schiff, die noch vor uns lag, die Hitze mit hoher  Luftfeuchtigkeit, der Abschied von den Lieben in Deutschland....das alles wog am Anfang schwer.


Inzwischen sind wir in der Karibik und zur Zeit auf Trinidad angekommen. Nach fast drei Wochen haben wir vieles abgearbeitet und erreicht. So erstrahlt unsere Murada in neuem Glanz, der Rumpf und die Gelcoatflächen auf dem Deck sind poliert, das Unterwasserschiff ist mehrmals gestrichen. Im Inneren ist der Schimmel lange beseitigt, dadurch gleich mit aufgeräumt und sortiert worden. Die alten Toilettenschläuche sind durch neue ersetzt, der Wassermacher überholt, die Maschine gewartet, die Holzteile gestrichen, die Sicherheitsausrüstung gewartet und wieder montiert, die Navigationsinstrumente gecheckt, der Windgenerator ist wieder  zusammengebaut, der Ölwechsel beim Generator ist gemacht. Ein neues Vorsegel haben wir in einer Tagesaktion aus dem Zollbereich des Flughafens zu uns an Bord geholt; das Gespräch bei der Amerikanischen Botschaft hinter uns gebracht. Nun hoffen wir in einigen Tagen unser 10 Jahres Visum für Amerika gemeinsam mit unseren Reisepässen wieder abholen zu können.

Auch das "social life" trägt zu unserem zunehmenden Wohlbefinden bei. So haben wir hier einige Segler aus der letzten Saison getroffen, neue Crews kennengelernt. Dreimal wöchentlich findet, sehr zur Freude meiner eingerosteten Knochen, eine von Seglerinnen organisierte Yogastunde statt. Der Mittagstisch im Wheel house mit frisch gegrilltem Fisch und Fleisch ist eine angenehme Unterbrechung des Tages. Samstags ist Markttag in Port of Spain. Dort gibt es wieder die wunderbaren Früchte der Karibik. Frisches Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch, alles zu günstigen Preisen und direkt vom Hersteller. Abends wird in netter Gesellschaft gegrillt. Natürlich drehen sich die Gespräche unter den Seglern um die diesjährige Saison. Es werden Pläne geschmiedet, Verabredungen für ein Wiedersehen getroffen.
Aber, obwohl der Aufenthalt auf Trinidad immer interessanter zu werden scheint, zieht es uns allmählich aufs Wasser. Am Mittwoch haben wir unseren Krantermin. Dann tauschen wir den festen Untergrund mit dem schwankenden Element Wasser. An dem kleinen Steg vor unserer Marina werden wir dann die letzten Vorbereitungen treffen, das neue Vorsegel hochziehen und uns wieder den Wind um die Nase wehen lassen.