Samstag, 4. Februar 2017

Antigua und Barbuda





Nachdem wir in der letzten Karibiksaison als nördlichste Insel der kleinen Antillen Guadeloupe angelaufen hatten, segeln wir in dieser Saison unterbrochen durch kurze Ankerstopps an den schon bekannten Inseln der Kleinen Antillen vorbei und liegen Antigua und Barbuda an.

Antigua, die Insel der Reichen und Schönen empfängt uns in English Harbour mit gepflegtem Ambiente, restaurierten Festungsanlagen und Megayachten. Neben modernen Racern begeistern uns doch mehr die alten Klassiker. Wunderschöne schlanke Rümpfe, gepaart mit feinstem Teak und viel blitzenden Chrom liegen hier an der Pier.

Wir ankern gleich gegenüber der Nelson's Dockyard Marina in der Freeman Bay und klettern empor nach Shirley Hights, einem historischen Gebäude, das jeden Sonntag zu Barbeque mit Steelband Musik einlädt. Wir genießen den grandiosen Ausblick über English Harbour und die benachbarte Falmouth Bay.


Antiguas Küsten sind vielfältig und grandios. So gefällt uns besonders die zum Atlantk offene Ostseite Antiguas. Dort liegen wir direkt hinter der Riffkante in himmelblauem Wasser vor dem kleinen grünen Inselchen Green Island.

Die Westseite Antiguas besticht durch schöne Sandstrände. Jolly Harbour, eine künstlich angelegte ins Wasser gebaute Bungalow Anlage mit eigenen Anlegestegen ist uns zu künstlich und wir segeln ein Stückchen weiter nordwärts in die Deep Bay, eine fast kreisrunde sehr geschützte Bucht mit kleinem Sandstrand. Hier erklimmen wir das ehemalige Fort und winken den von St. John auslaufenden Kreuzfahrern zu.

Weiter führt uns unsere Reise in einem Tagestörn nach Barbuda. Barbuda gehört zu Antigua, ist aber völlig anders. Es erwartet uns ein einziges Naturparadies. Nach aufmerksamer Einfahrt an Sandbänken und Riffen vorbei ankern wir an einem 11sm langen fast unberührten Sandstrand an der Westseite Barbudas.  Codrington, der Hauptinselort liegt hinter einer Lagune. Wir ankern über smaragdblauem Grund. Pelikane stürzen sich direkt neben dem Boot auf der Jagd nach kleinen Fischen kopfüber ins Meer.

Hier auf Barbuda nistet die nach Galapagos zweitgrößte Kolonie von Fregattvögeln. George Jeffrey, ein einheimischer Führer, erklärt uns viel über das Leben auf seiner Insel und fährt uns mit seinem offenen Fischerboot in das Mangrovengebiet dicht an die Nistplätze der Fregattvögel heran, ein einzigartiges Erlebnis.