Donnerstag, 16. Februar 2017

Die leidvolle Geschichte der karibischen Inseln


Bei all dem Schönen, von dem ich berichte, scheint mir die leidvolle Geschichte der Inseln doch einmal erwähnenswert.

Im Jahr 1492 eroberte Christoph Kolumbus viele der karibischen Inseln und nannte die Ureinwohner "Indios", da er dachte Indien entdeckt zu haben. In der folgenden Zeit kämpften die Kolonialmächte England, Frankreich und Holland erbittert um die Inseln. Dabei wechselten diese mehrmals ihre Besitzer. Heute sind die meisten Inseln unabhängig, aber in 25 Inselstaaten zerrissen. 
Die harmlosen, friedliebenden Ureinwohner wurden in Folge der Eroberungen komplett ausgerottet. Große Schätze konnten die Eroberer nicht finden, aber das Land war fruchtbar.
So bauten die Kolonialherren Zuckerrohr an. Für die schwere Feldarbeit wurden Sklaven aus Westafrika geholt. Angekettet im Bauch der Schiffe und geschwächt von der langen Überfahrt wurden diese wie Vieh auf dem Sklavenmarkt verkauft. Viele starben schon im ersten Jahr ihrer Ankunft an der körperlich schweren Arbeit und an vorher nicht gekannten Krankheiten.
Bewundernswert ist es, dass die Nachfahren der ehemaligen Sklaven heute glücklich auf ihren Inseln leben. Sie sind stolz und gastfreundlich. Sie heißen uns Weiße, trotz der leidvollen Geschichte, willkommen. Sie sind hilfsbereit und freundlich und haben sich ihre afrikanischen Wurzeln bewahrt. Es scheint, als führten sie so das Erbe der Ureinwohner fort.