Samstag, 27. Januar 2018

Cayman Islands Steuerparadies


Es ist geschafft:

Endlich haben wir unsere Firma auf den Cayman Islands gegründet, dem Steuerparadies. Hier zahlt man keine Steuern!

Insbesondere, wenn man hier kein Geld verdient!!!!!



Dienstag, 23. Januar 2018

Jamaika-Infos

Port Morant
Ein und Ausklarieren möglich, Offizielle kommen von Port Antonio
...große Naturbucht, geschützt aus allen Windrichtungen
...Ankerplatz direkt vor der Coastgard, sicher
...Farmer mit frischen Eiern und frisch geschlachtetem Huhn in der Nachbarschaft
...Essen bei Adelaga, einem Rastafari, Cafe Kalabash, nur nach Voranmeldung, sehr lecker
Essen im Garten, Geschirr selbst mitbringen

Morant Bay, nächste größere Stadt
...guter Markt und Supermärkte
...von Port Morant mit dem Localbus ca.30 min. für 150 J$

120J$ = 1 US$

Kingston
Hauptstadt, Ein und Ausklarierungshafen
...große Naturbucht, geschützt aus allen Windrichtungen, Fallböen aus den Blue Mountains
...Ankerplatz vorm Royal Yacht Club, sicher
...mit dem Bus Nr. 89 nach Downtown oder zum nächsten Kreisel-Supermarkt für 100J$
...in Downtown Marktstände in den Strassen beim Bus Terminal
...von Kingston aus kann man gut in die Blue Mountains fahren
...Yacht-Club-Manager Peter Morris, behilflich und sehr freundlich

Pigeon Island
...schöne, kleine Insel
...als wir dort ankerten laute Beschallung durch Party Ausflugscat

Alligator Riff
...sehr empfehlenswert
...geschützt aus allen Windrichtungen
...ruhiger Ankerplatz, freundliche Fischer, die Lobster anbieten

Black River
...Ankern bei Wind aus Süd nicht ratsam
...Ankerplatz vor dem Ort, bei Coastgard, sicher
...Im Ort Black River guter Markt und Supermärkte
...Fahrt mit dem eigenen Beiboot in den Fluss Black River ( Krokodile, Vögel, Mangroven )
...sehr schönes Hinterland mit Ausflügen möglich ( YS Falls, Appelton Rum, ....)

Negril
...11km langer Sandstrand, gepflegte kleine Hotelanlagen
...Ankerplatz geschützt hinter Riff
...In Negril Supermärkte, lokale Obst und Gemüsestände, Geldautomat, Digicel
...vom Ankerplatz zu Fuß am Strand oder Local Taxi für 120J$

Montego Bay
...Ein- und Ausklarierungshafen
...Ankern vorm Montego Bay Yacht Club, nicht viel Platz zum Ankern
...direkt hinter der Pier der Kreuzfahrtschiffe
...sehr geschützt bei allen Windrichtungen
...vom Yachtclub nach Downtown kein schöner Weg an vierspuriger Strasse ca. 5 km
...in Downtown herrschte, als wir da waren, Ausnahmezustand. Militäreinheiten kontrollierten die
Straßen und Plätze wegen bewaffneter Bandenkriege, kein guter Platz zum Wohlfühlen.
Der Taxifahrer wirft seine einheimischen Fahrgäste aus dem Wagen, um uns für 10 US$
zu Fahren...das gefällt uns nicht, da gehen wir lieber zu Fuß
Der Kreuzfahrt Tourismus hat die Preise und die Menschen verdorben.
...für uns Zeichen zum Aufbruch !

Sonntag, 21. Januar 2018

Jamaika-die touristische Seite



An der Südküste Jamaikas sind wir weit entfernt vom Tourismus. Wir finden grünes, hügeliges Hinterland, vereinzelte Dörfer und kleine Städte, vorgelagerte, schützende Riffs.
Als wir die Südwestseite der Insel erreichen, bietet sich uns ein neues Bild. Hier sind gepflegte Hotel und Appartments direkt ans Meer gebaucht. Die Anlagen sind alle niedrig gehalten und fügen sich geschmackvoll ins Grün.
Wir manövrieren uns vorsichtig hinter das schützende Riff und ankern vor dem kilometerlangen Sandstrand von Negril. Auch hier sind wir die einzigen Langfahrtsegler. Erstaunt begrüßt uns das Security Personal der Hotelanlage, als wir mit unserem Beiboot anlanden. Wie immer kommen wir ins Gespräch und erklären unsere Lage. Und wie überall auf Jamaika sehen wir freundliche Gesichter, aufgeschlossene Menschen. "No problem". Gerne können wir unser Dinghi hier parken, sie haben ein Auge auf uns.
Entspannt erkunden wir Negril, kaufen ein, machen kilometerlange Strandspaziergänge. Hinter den von Zäunen abgegrenzten Hotelanlagen, vorbei am Eingangsportier, finden wir schnell das Jamaika, welches wir suchen. Kostet das Bier am Strand noch 500 Jamaika Dollar, trinken wir es doch lieber für 200 Jamaika Dollar hinter dem Hotelzaun. Dort kommen wir mit den Einheimischen ins Gespräch. Sie interessieren sich für unser Leben, wir uns für ihres. Das gegenseitige Interesse ist geweckt. Erstaunt bin ich immer wieder darüber, dass so viele Jamaikaner nicht schwimmen können. Sie lernen es nicht in der Schule. Hier könnte ich noch vielen Kindern das Schwimmen beibringen. Ja, das wäre eine prima Idee, höre ich immer wieder.
Wenn ich einmal wieder sesshaft werden wollte, hier hätte ich eine Aufgabe.
Aber von sesshaft werden ist nicht die Rede. In den nächsten Tagen segeln wir nach Montego Bay, um dort auszuchecken.
Das neue Ziel "Kuba" lockt und ruft.
Hasta luego!

Dienstag, 16. Januar 2018

Jamaika....auf Spurensuche




Im Städtchen Black River, genannt nach dem gleichnamigen Fluss, werden wir von der Coastgard herzlich begrüßt. Hey guys, ihr seid doch die Deutschen, die wie die locals unterwegs sind. Wie geht es euch inzwischen, was habt ihr erlebt, welches sind eure weiteren Stationen?
Den freundlichen Officer von der Coastgard kennen wir noch von Port Morant, unserem ersten Anlaufpunkt auf Jamaika, im Südosten der Insel. Dort feierten wir Weihnachten und Silvester und entschieden uns dafür, an der Südküste Jamaikas zu segeln.

Hier erhofften wir das ursprüngliche Jamaika zu finden. Und wir sollten Recht behalten. Entlang der Südküste sind wir als Segler fast alleine unterwegs. Uns begegnen nur vereinzelt Fischerboote. Überall treffen wir freundliche und aufgeschlossene Menschen. Auf den Märkten werden wir gefragt, wo wir herkommen. Nach Deutschland sollen wir sie mitnehmen. Mit einem eigenen Schiff müssten wir sehr reich sein. Als wir ihnen erzählen, dass wir sehr einfach und beengt leben, uns selbst versorgen, sind sie erstaunt und interessiert. Die meisten Menschen, die wir hier treffen, sind sehr arm. Sie haben durchlöcherte T-Shirts an, ihre Zähne, falls noch vorhanden, sind in einem schlechten Zustand. Ihre Häuser sind einfache Hütten. Die Müllentsorgung ist ein großes Problem. In manchen Orten liegt der Müll in den Häuserecken. Andernorts sammelt er sich in den Mangroven. Die Strassen sind in einem erbärmlichen Zustand.

Wir sehen sozusagen die Rückseite Jamaikas. Die großen Kreuzfahrtschiffe machen auf der Nordseite Jamaikas Station. Die Touristen werden zu gut präparierten, vorzeigbaren Attraktionen gefahren. Dort werden sie zu abenteuerlichen Preisen von den einheimischen Guides herumgeführt. Sie sehen die Naturschönheiten Jamaikas.

Unsere Art zu Reisen ist bewußt eine andere.

Wir fahren mit dem öffentlichen Bus nach Kingston Downtown, kaufen die frischen Produkte in den engen Gassen direkt vom Erzeuger. Wir entdecken immer noch Früchte, die wir nicht kennen. Gerne erklären uns die Farmer, wie man diese öffnet, verspeist oder zubereitet.

Wir fahren in die Blue Mountains. Jene Bergkette, die sich im Osten Jamaikas bis in eine Höhe von 2.256 m erhebt. Der Peak hüllt sich fast immer in grünlich, blaue Nebelschwaden. In diesen Bergen wächst der berühmte Blue Mountain Kaffee - eine der begehrtesten Kaffeesorten dieser Welt. Bei herrlichem Sonnenschein erklimmen wir hinter Kingston in Serpentinen die grünen Hänge. Wir sind eingeladen bei David Tweman, einem englischen Kaffeefarmer. Ab ca. 1000 m Höhe tauchen wir ein in kühle feuchte Nebelschwaden. Dieses Mikroklima und der karge Boden sind die Geheimnisse dieses Kaffees. Die Sträucher wachsen an den steilen Berghängen und werden einzeln von Hand geerntet. Die Erntezeit der roten Bohnen beginnt im November und reicht bis in den Juni. Nach der Trocknung werden diese mild geröstet. Frisch gemahlen und zubereitet mit kristallklarem Gebirgswasser entfaltet sich ein feiner, harmonischer Geschmack. Im urgemütlichen Cottage von David Tweman lassen wir uns gerne davon überzeugen.

Wir segeln weiter zum Alligator Riff. Hinter dem hufeisenförmigen Riff liegen wir geschützt. Wir tauchen am Riff und finden Lobster, die unseren Speiseplan aufs Köstlichste erweitern.

Wir fahren mit dem Beiboot in den Black River. Den Namen "Black River" erhielt der Fluss von seiner schwarzen Farbe, die durch den moorigen Untergrund entsteht. Und tatsächlich wird das Wasser, desto tiefer wir in den Fluss fahren, immer dunkler. Trotzdem ist es glasklar und man hat eine Sicht bis auf den Grund. Wir fahren durch Schilfgürtel und Mangrovenwälder, vorbei an Inseln von blühenden Wasserpflanzen. Wir erspähen Blau- und Silberreiher, die versteckt im Schilf nach Fischen, Krebstieren und Insekten Ausschau halten. Aus dem dichten Grün der Mangroven schallt ein vielstimmiges Vogelkonzert. Die besonderen Stars im Black River sind aber die Krokodile. Es sind die letzten frei lebenden Krokodile Jamaikas. Aufmerksam spähen wir ins Dickicht. Und tatsächlich entdecken wir zwei kleinere und ein großes Exemplar. Träge liegen sie in der Sonne oder lassen sich ins Wasser gleiten. Beim Abtauchen steigen Luftblasen aus der Tiefe. Aus sicherer Entfernung schießen wir einige Fotos von den Alligatoren. Dann machen wir uns auf den Rückweg. Gemeinsam mit kleinen Teppichen von Wasserpflanzen spült uns die Strömung ins offene Meer zurück. Dort liegt unsere Murada sicher vor Anker.

Montag, 8. Januar 2018

Kingston-Versorgung mit Gas

Hier ein Tipp für die Gasversorgung, speziell Campinggas, blaue Flaschen...

Massy Gas Products
236 Windward Road 
Rockfort Office
Kingston 2

17°58'07,15''N 76°44'34,86''W

Hier werden alle Flaschen gefüllt!

Hilfreich:
Der Manager des Royal Jamaica Yacht Clubs
Peter Morris
Tel: 876-924-8685

Montag, 1. Januar 2018

Jamaika, Kingston, Bob Marley


Zur Zeit liegen wir mit unserer Segelyacht Murada im Südosten Jamaikas, in der geschützten Bucht Port Morant. Wir wollen in Kingston, der Hauptstadt Jamaikas, das Bob Marley Museum besuchen. Von unserem Ankerplatz bis nach Kingston sind es ca. 68 Kilometer.

Früh am Morgen fahren wir mit dem Beiboot an Land, gehen 20 Minuten auf einer Art Schotterweg bis zur Straße. Vorbei an einigen einfachen Hütten werden wir freundlich begrüßt und zu einem Kaffee eingeladen. Wir lehnen dankend ab, vielleicht heute Abend oder morgen. Wir wollen heute nach Kingston. Kein Problem "take your time".
An der Straße finden wir schnell einen Platz im ortsüblichen Kleinbus. Eigentlich für 14 Personen zugelassen, fahren hier bis zu 21 Personen mit. Wie in einer Sardinenbüchse müssen immer 4 in eine Reihe passen. Da hat man schon richtig Glück, wenn man schlanke Beifahrer erwischt! Wir fahren zunächst bis Morant Bay, der 17 km entfernten Bezirkshauptstadt. Der Bus gibt ordentlich Gas, wir fliegen fast über die zahlreichen Schlaglöcher. Wenn der Bus aufstoppen muss, um eine tiefe Kuhle oder einen ausgespülten Bachlauf im Schritttempo zu durchqueren, kann man sich schon mal mit den entgegenkommenden Fahrgästen unterhalten.

Nach einer halben Stunde erreichen wir Morant Bay und können gleich in den nächsten größeren Bus umsteigen. Wir sind die Ersten im Bus, können uns die besten Plätze aussuchen. Der Nachteil, Erster zu sein, liegt darin, dass hier jeder Bus erst weiterfährt, wenn er voll besetzt ist. Und da kennt der "Eintreiber" kein Erbarmen. Einmal für 29 Personen zugelassen, wird der Bus mit Zwischensitzen im Gang bis weit über 40 Personen vollgestopft. Bevor nicht in jeder Reihe 5 Personen sitzen, wird nicht losgefahren. Es wird allmählich heiß und schwül im Bus. An Platzangst darf man hier nicht leiden. Aber dann geht es los. In rasantem Tempo, jeder PKW ist eine lahme Ente, stürmt der Bus durch eine herrliche Landschaft. Mit dem Vertrauen auf unsere Schutzengel genießen wir den Blick auf die Blue Mountains.

In Kingston spuckt der Bus seine Fracht in "Downtown" aus. Mitten im Ghetto von Kingston wird uns schnell klar, dass wir hier nicht viel verloren haben. Sehr eindringlich wird selbst von Einheimischen dazu geraten, als Ausländer "Downtown" nicht zu betreten. Wir gehen flotten Schrittes an ärmlichen Hütten vorbei, an Bergen von Unrat bis zum nächsten Busstopp. Von hier fahren innerstädtische Busse nach "Uptown" und zum Bob Marley Museum. Der große Platz wimmelt von Menschen. Wir sind die einzigen Weißen. Hier wird Kleidung, Obst, Gemüse, alle Dinge des täglichen Gebrauchs auf der Straße verkauft.

Das Bob Marley Museum beeindruckt durch die Persönlichkeit des einstigen Stars. Der bekennende Rastafari kam aus einfachsten Verhältnissen in Kingston Downtown und lebte ohne Pomp und Prunk. Seine Botschaft war eine Menschenverbindende. Selbst unehelicher Sohn einer schwarzen Mutter und eines weißen Vaters lebte er für die Völkerverständigung. Er wird von den Jamaikanern bis heute als Volksheld verehrt.

Mit dem Klassiker " I Shot the Sheriff" im Ohr machen wir uns auf den Rückweg. Yeah, man, da
ist noch einmal Gottvertrauen von Nöten. Der Himmel öffnet seine Pforten und ein wolkenbruchartiger Tropenregen versetzt die Strassen von Kingston in reißende Bäche. Unrat, Eimer, ganze Straßenabsperrungen fließen an uns vorbei; der Verkehr kommt teilweise zum Erliegen und es verwundert, dass unser fahrender Untersatz noch Bodenhaftung hat. Wir haben einen Bus mit herunterhängender Deckenverkleidung und Löchern in der Scheibe erwischt. Die Scheiben sind so beschlagen, dass der Beifahrer zum Assistenten des Fahrers wird und diesem hilfsbereit die Sicht freihält. Trotz allem geht alles entspannt seinen Gang. Die meisten der einheimischen Mitfahrer sind müde von einem arbeitsreichen Tag und schlafen gleich ein. Das Busgeld von umgerechnet 1.50€ wird kurz vor Fahrtende von hinten nach vorne an den Kassierer durchgereicht. Dieser hing ein Großteil der Strecke halb aus der geöffneten Seitentür, über sich einen Regenschirm. Insgesamt sind wir für unseren Ausflug in sechs mehr oder weniger maroden Fahrzeugen ca. sechs Stunden unterwegs. Erst bei Dunkelheit stolpern wir den unbeleuchteten Schotterweg zurück zum Steg.

Für uns geht einmal mehr ein Tag mit vielfältigen Eindrücken zu Ende. Wir sind mit dem Leben der Menschen und mit den Einheimischen selbst in Kontakt gekommen. Wir haben ein kleines Stückchen authentisches Jamaika erlebt.