Sonntag, 21. Januar 2018

Jamaika-die touristische Seite



An der Südküste Jamaikas sind wir weit entfernt vom Tourismus. Wir finden grünes, hügeliges Hinterland, vereinzelte Dörfer und kleine Städte, vorgelagerte, schützende Riffs.
Als wir die Südwestseite der Insel erreichen, bietet sich uns ein neues Bild. Hier sind gepflegte Hotel und Appartments direkt ans Meer gebaucht. Die Anlagen sind alle niedrig gehalten und fügen sich geschmackvoll ins Grün.
Wir manövrieren uns vorsichtig hinter das schützende Riff und ankern vor dem kilometerlangen Sandstrand von Negril. Auch hier sind wir die einzigen Langfahrtsegler. Erstaunt begrüßt uns das Security Personal der Hotelanlage, als wir mit unserem Beiboot anlanden. Wie immer kommen wir ins Gespräch und erklären unsere Lage. Und wie überall auf Jamaika sehen wir freundliche Gesichter, aufgeschlossene Menschen. "No problem". Gerne können wir unser Dinghi hier parken, sie haben ein Auge auf uns.
Entspannt erkunden wir Negril, kaufen ein, machen kilometerlange Strandspaziergänge. Hinter den von Zäunen abgegrenzten Hotelanlagen, vorbei am Eingangsportier, finden wir schnell das Jamaika, welches wir suchen. Kostet das Bier am Strand noch 500 Jamaika Dollar, trinken wir es doch lieber für 200 Jamaika Dollar hinter dem Hotelzaun. Dort kommen wir mit den Einheimischen ins Gespräch. Sie interessieren sich für unser Leben, wir uns für ihres. Das gegenseitige Interesse ist geweckt. Erstaunt bin ich immer wieder darüber, dass so viele Jamaikaner nicht schwimmen können. Sie lernen es nicht in der Schule. Hier könnte ich noch vielen Kindern das Schwimmen beibringen. Ja, das wäre eine prima Idee, höre ich immer wieder.
Wenn ich einmal wieder sesshaft werden wollte, hier hätte ich eine Aufgabe.
Aber von sesshaft werden ist nicht die Rede. In den nächsten Tagen segeln wir nach Montego Bay, um dort auszuchecken.
Das neue Ziel "Kuba" lockt und ruft.
Hasta luego!