Montag, 19. Februar 2018

Rodeo Ritt nach Cayo Largo/ Cuba

Wer einmal gerne Rodeo reiten möchte, hätte mit uns nach Cuba reisen sollen.
Bei einer Wettervorhersage mit Wind aus Ost und Windstärke 5 bis 6 entscheiden wir uns Anfang Februar von Grand Cayman nach Cuba zu segeln.

Der Ostwind scheint uns passend, um gen Norden zu segeln und genügend Wind brauchen wir auch, um den westsetzenden Strom auszusegeln. Soweit der Plan.
Geworden ist daraus ein Rodeo gegen 3-4 Meter hohe Wellen und bis zu 8 Windstärken. Unsere Murada hat sich tapfer geschlagen, ist über die schräg anlaufenden Wellenberge geritten wie ein bockendes Pferd und hat öfter mal in tiefen Wellentellern geächzt und gestöhnt.
Letztendlich kamen wir wieder einmal schnell und heile an.
Mit dem ersten Licht des Tages segeln wir nach 140sm Seemeilen hinter das Riff nach Cayo Largo. Welch eine Wohltat für die geplagte Mannschaft. Welch ein Reichtum Cubas, vor ihrer Küste solch ein schützendes Riff zu haben.

Hier klarieren wir unkompliziert ein. Alle Offiziellen sind vor Ort und an Bord. Papier wird beschrieben, Pässe, Bootspapiere, Visa geprüft. Der Abgeordnete des Agrarministers untersucht unsere Vorräte und weist uns eindrücklich darauf hin, nichts über Bord zu werfen. Als dann auch noch ein Arzt bei uns Fieber gemessen und unsere Gesundheit festgestellt hat, können wir die gelbe Quarantäneflagge gegen die Gastflagge Cubas austauschen.

Wir schauen uns um und entspannen. Das Blau des Meeres schillert in den schönsten Blautönen. Kleine, grüne Inseln mit Sandstränden und Mangroven liegen verstreut hinter dem wellenbrechenden, schützenden Riffgürtel. Einige Tage baden und schnorcheln wir, befreien unser Schiff und uns von der Salzkruste, machen Spaziergänge am weißen Sandstrand.

Dann zieht es uns weiter. Wir wollen ans Festland; die größte Insel der Karibik anfassen. In vier Tagen kreuzen wir gegen den Wind nach Osten auf, ankern hinter kleinen Inseln, die nur wenig Schutz bieten. Dann haben wir Cienfuegos erreicht.

Die ersten Eindrücke sind überwältigend. Jeder Tag ist spannend und bringt uns Cuba ein Stückchen näher. Es gibt hier unendlich viel zu entdecken....alle Mühe der Anfahrt ist vergessen.