Donnerstag, 21. August 2014

Auf dem Weg: Barcelona, Ibizza, Formentera




Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten sind wir gut auf dem Weg.

Zur Zeit liegen wir in einer geschützten Bucht in Moraira/spanische Ostküste Costa Blanca. Segelfreunde aus Cuxhaven verbringen hier in einer wunderschönen Finca ihren Urlaub und die Freude, dass wir uns nun tatsächlich hier treffen konnten ist riesengroß. Mit Mietwagen zeigen sie uns die Umgebung, bringen unsere Einkäufe zum Schiff und zeigen uns  ursprüngliche spanischen Restaurants, in denen wir gemeinsam knoblauchgeschwängerte Köstlichkeiten  und den guten Landwein in bester Gesellschaft genießen.

Aber nun kurz zum Rückblick: Vor 2 Wochen segelten wir von der französischen Mittelmeerküste zur spanischen Costa Brava. Von dort über Palamos nach Barcelona. Diese quirlige Stadt hatte uns im letzten Jahr so gut gefallen, dass wir unsere Erinnerung  noch einmal kurz auffrischten. Weiter liefen wir über Tarragona. Am Abend des Festes Maria Himmelfahrt durchstreiften wir die historische Altstadt und genossen bei lauen Temperaturen eine lange Nacht der Musik und des spanischen Lebens.

Von dort umsegelten wir in einem respektvollen Bogen das Ebrodelta. Geschichtlich ist der Ebro als größter spanischer Mittelmeerfluss von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Jahrhundertelang trennte er das moslemische Spanien vom christlichen Mitteleuropa und heute das eigentliche Katalonien vom Rest Spaniens. Und obwohl im oberen Lauf des Ebros mittlerweile mehrere Stauwerke errichtet wurden, verändert er die Landschaft seines Deltas doch ständig. Diese Lagunenlandschaft zieht Naturliebhaber und Vogelfreunde an. Wir fanden einen herrlich geschützten Ankerplatz hinter einem Sandhaken im Süden des Deltas.

Die Baleareninsel Ibiza sollte unser nächstes Ziel sein. Nach einer wolkenverhangenen, finsteren Nacht mit raumem, gutem Segelwind von um die 20 Knoten  und 2m See erreichten wir am frühen Morgen Ibiza. Zu unserer Freude ging um 2 Uhr früh der Mond als halbe Scheibe über dem Horizont auf und erleichterte uns das Ankermanöver in der Bucht bei San Antonio im NW von Ibiza. Wir fanden auf Ibiza sehr schöne kleine, feine Ankerbuchten und zockelten weiter zur  Nachbarinsel Formentera. Hier war uns der schönste Ankerplatz der Balearen auf der Isla Espalmador versprochen worden. Nur leider muss sich das inzwischen herumgesprochen haben. Aus dem schönen Ankerplatz, der ohne Frage eine wunderschöne geschützte Ankerbucht mit himmelblauem Sandgrund ist, ist inzwischen ein Walfahrtsort und die angesagte Destination aller Sonnenanbeter, Touristen, Ausflugsbooten, Megayachten, Segelbooten und kleinen und großen Motorbooten geworden. Der Schwell erinnerte uns an das Hamburger Hafenbecken bei Vollbetrieb. Nach kurzer Besichtigung nahmen wir Reißaus,   verbrachten noch einen entspannten Tag in einer ruhigen Bucht und machten uns dann auf den Weg westwärts ans spanische Festland zurück.

Hier genießen wir nun schon 2 Tage eine schöne Zeit mit unseren Freunden bei bestem Sonnen- und Badewetter und werden in den kommenden Tagen weiter gen Süden zockeln.

Die nun vor uns liegende Küste über die Costa del Sol, Gibraltar  bis zur Algarve/Portugal kennen wir schon von unserem ersten Freijahr mit der Tabaluga und werden zügig bis nach Faro weitersegeln. Von dort aus werde ich Ende September zu meinem ersten Omaeinsatz zu unserer Tochter fliegen. Und auch Alfons hat schon eine to-do Liste, die nie zu enden scheint.


Mittwoch, 6. August 2014

Tschacka, endlich los!




Der Tag kommt, an dem ich alles liegen lasse und gehe.
Im Geruch der aus dem Meer gezogenen Netze,
von einer Insel zur andern
immer den Wetterhähnen nach.

Es gibt Welten, die könnt ihr euch nicht vorstellen.
Die Blumen blühen lärmend,
Lärmend steigt der Dunst von den Feldern auf.

Und die Möwen, die Möwen,
auf jeder Feder eine andere Hast.

Der Tag kommt bis zum Kopf blau,
der Tag kommt bis zum Kopf Sonne,
der Tag kommt wie verrückt.........

                                  Orhan Veli Kanik


Der Tag ist wirklich gekommen !!!!.........ein neuer Lebensabschnitt !!!!
Mit viel Planung und am Ende mit viel Spannung, Emotion und Abschied sind wir in unseren neuen Lebensabschnitt gestartet, katapultiert durch die schnelle Verbindung des Fliegens haben wir in der uns noch innewohnenden Hektik das Schiff ins Wasser gebracht und sind erst einmal ein Stück gesegelt.
Jetzt auf dem Wasser fällt die Anspannung allmählich ab, wir müssen uns noch einfinden, mitgebrachte, liebgewonnene Dinge einsortieren, die letzten Wochen und Tage verarbeiten.
Beste Voraussetzungen finden wir vor, mit einem wunderbaren Schiff, blauem Himmel und Wasser, besten Segelbedingungen.
Schön, dass ihr uns dabei begleiten wollt.
Danke für die vielen lieben Worte zum Abschied und verzeiht, wenn ich nicht jedem noch einmal persönlich tschüss sagen konnte.........der Speicher war am Ende übervoll................