Samstag, 25. März 2017

Neues am Datenhimmel!

Wir Segler hängen inzwischen direkt am Datenhimmel/ Internet. 
Endlich etwas berichtenswertes Neues.
In St. Martin, Marigot, gibt es von UTS eine SIM Karte mit Datennutzung ohne Limit. Für 0,64 € / Tag! 
Noch besser, diese Karte soll in Saint Martin, Sint.Maarten, Saint Barthelemy, Saint Eustache, Saba, Curaçao, Bonaire, Suriname und St.Kitts&Nevis funktionieren!

www.uts.cw

Rue de la Republique
Marigot
St.Martin
18 04'08,13"N
63 05'04,33"W

Mittwoch, 22. März 2017

Gegen den Wind

gegen den Wind, können wir das noch ? 

Von den BVIs nach Anguilla/St. Martin zu segeln heißt gegen die vorherrschende Windrichtung und Strömung nach Osten zu segeln. Am 20.03.2017 ist eine Schwachwindphase mit südöstlichen Winden angesagt. 

In einer Nachtfahrt wollen wir die 80sm in Angriff nehmen. Wir segeln bei moderater Welle hoch am Wind in die einsetzende Dunkelheit. Zum direkten Kurs fehlen uns nur 30 Grad, trotzdem scheinen wir die einzigen Segler zu sein, die den Weg tatsächlich unter Segeln zurücklegen wollen. Einige andere Yachten mit dem gleichen Ziel nehmen lieber gleich die Maschine und laufen direkten Kurs.  Bald sehen wir deren Fahrtlichter nicht mehr, eine pechschwarze Nacht umgibt uns. 

Gegen 3 Uhr in der Nacht schläft der Wind ein und wir müssen nun doch die Unterwassergenua zu Hilfe nehmen. Umso mehr freuen wir uns bei Sonnenaufgang über den inzwischen auf Süd gedrehten Wind, der uns nun mit Leichtigkeit und dann wieder unter Segeln genau bis vor die Insel Anguilla führt.

Der Anker fällt in der Bucht von Road Town, dem Einklarierungshafen von Anguilla. Wir checken ein und freuen uns über einen neuen Stempel in unserem Reisepass......und dass wir es doch noch können....

Freitag, 17. März 2017

Anegada.

auf der Suche nach einsamen, schönen Buchten sind wir auch auf den British Virgin Islands fündig geworden. Man laufe nur die Buchten ohne Bar und Restaurant und möglichst mit einer schwierigen Anfahrt an. So finden wir hinter engen Riffeinfahrten oder zwischen Korallenbänken noch ruhige Buchten mit schönen Stränden. 

Anegada, etwas abgelegen, nördlich der Inselgruppe, aber zu den BVI's gehörend,  ist so eine besondere Insel. Sie ist nicht vulkanischen Ursprungs wie alle anderen großen und kleinen Inseln, sondern nur eine flaches Kalkplateau, umgeben von Korallenbänken. Auf der Seekarte ist ein Kreuz neben dem anderen eingezeichnet. Um die Insel liegen unzählige Wracks. Sie zeugen von der Schwierigkeit, hier anzulanden. So ist es den Chartercrews auch nur unter fachkundiger Assistenz erlaubt, Anegada anzulaufen. Die schmale Einfahrt zu dem Eiland ist theoretisch nur maximal 2.40m tief und versandet immer wieder. 

Wir wollen heute trotzdem den Versuch wagen, diese besondere Naturinsel kennen zu lernen. Zahlreiche Vögel leben und nisten dort. Es winkt frischer Fisch und Lobster.

Unser Vorsatz lautet: Wenn wir mit unserem Tiefgang von 1.90m stecken bleiben, drehen wir um. Die kurze Entfernung von gerade einmal 15 sm macht das locker möglich. 

Wir starten um 8.30 Uhr. Kaum haben wir die Segel gesetzt, da überfallen uns heftige Squalls mit Regen. Wir reffen das Großsegel und bald auch das Vorsegel und rauschen mit 8 kn Geschwindigkeit Anegada entgegen. Die Sicht ist gleich null, das Meer aufgewühlt. Genau bei diesem Wetter wollten wir nicht in das Riff einlaufen. Wie so oft in der Karibik lassen die heftigen Squalls aber genau so schnell wieder nach, wie sie gekommen sind. Die zweite Hälfte der Strecke segeln wir bei guten Bedingungen. 

Erst 5sm vor dem Erreichen der Insel sind Baumgruppen am Horizont auszumachen. Anegada misst am höchsten Punkt gerade einmal 9 m. Wir tasten uns langsam in die mit Tonnen gekennzeichnete Einfahrt und versenken unseren Anker im weißen Muschelkalk. 

Es erwartet uns ein fast weißer Sand am weiten Sandstrand, einige urige Bars und himmlische Ruhe. Die Rumpf unserer Murada hat die himmelblaue Farbe des Untergrundes angenommen. 






Samstag, 11. März 2017

...und das gibt es auch auf den British Virgin Islands

.....die wunderschöne Ankerbucht......umgeben von sattem Grün......mit kleinem kieseligem Strand.......die Wellen plätschern sanft ans Ufer.....die Ruhe ist spürbar.......Entspannung für die Ohren.......aufatmen, durchatmen, genießen..........das Schiff liegt auf himmelblauem Sand.....der Anker ist von oben zu sehen.........eine Schildkröte steckt ihren Kopf aus dem Wasser......wir schnorcheln zum nahen Riff..........die Sonne schickt ihre Strahlen in die Tiefe......Fächerkorallen wiegen sich sanft in der Strömung.....Fischschwärme ziehen gemächlich weiter......einzelne bunte Fische gründeln im Sand........

Freitag, 10. März 2017

Im Herzen der Charterbasen in Road Town, Tortola, BVIs

Nun wundern wir uns über nichts mehr. Wir sind über die Service- und Anlaufstation der Charterbasen der BVI,s gestolpert.
Bei unserem Spaziergang um den Hafen von Road Town finden wir eine eigene Hafenstadt gewaltigen Ausmaßes. Eine Vielzahl von Katamaranen wartet hier auf ihre Vercharterung. Sie werden geputzt, repariert und gewartet. Es gibt eine eigene Dingi Wasch- und Putzstation. Handwerker und Putzkolonnen sind fleißig im Einsatz.
Uns ist absolut schleierhaft, wo diese vielen Kats noch hinpassen sollen bei den ohnehin schon vollen Buchten. Auch wundert es uns, dass die Boote offensichtlich nicht halbwegs ausgebucht sind. 
Was uns jetzt nicht mehr wundert sind die vollen Buchten und die Preise, die dem 3fachen der bisher kennengelernten Inseln entsprechen.
Immerhin haben wir den öffentlichen Bus gefunden, der für 3 US$ p. P. von Soper's Hole nach Road Town fährt. Für Nachahmer: Morgens um 7.20 Uhr Abfahrt ab der Fähre Soper's Hole Hinfahrt. Um 15.20 Uhr in Road Town vor Pusser's Rumshop Rückfahrt. Der Bus ist mit einem großen B gekennzeichnet und hält auf Handzeichen.




Donnerstag, 9. März 2017

Chartertourismus mit Folgen

Die BVI,s sind das ideale Charterrevier. Die kurzen Distanzen, der konstante Wind, Sonne pur, die herrlichen Strände, zahlreiche Bars und Restaurants, das alles zusammen macht den Reiz dieses Segelreviers aus.
Die Folgen sind überfüllte Buchten, Belegung mit Mooringtonnen, nur noch wenige Ankermöglichkeiten und hohe Preise. 
Vergebens suchen wir hier die preiswerten Sammeltaxis der bisherig besuchten karibischen Inseln. So wollen wir von der Soper's Hole Bay im Westen Tortolas in die Hauptstadt Road Town fahren. Das sind gerade mal 9km. Für 4 Personen kostet das Taxi 48US$......pro Strecke, versteht sich. Das finden wir nun doch ein wenig übertrieben.
Was aber noch trauriger ist; die Menschen haben ihre Lebensfreude verloren. Es wird uns kein "lime and enjoy" hinterher gerufen, kein "how are you, darling" ......keine lachenden, fröhlichen Gesichter, keine Menschen, die stolz sind auf ihre Insel.

Montag, 6. März 2017

Bubbly Pool

Der Wetterbericht sagt nichts Gutes voraus: Wind mit Böen bis 40kn ( ca. 8-9 Bft) und einer 3,5m See aus Nord.
Wir segeln in die Bucht Diamant Cay zwischen den Inseln Jost Van Dyke und Little Jost Van Dyke. Wir hoffen dort gegen den starken Nordost Wind und die aus Norden ankommende See geschützt zu sein.
Und tatsächlich können wir hier auf 4m sandigem Grund wunderbar geschützt zwischen den Inseln ankern. Ein Außenriff, das zwischen Jost Van Dyke und Little Jost Van Dyke verläuft, schützt uns vor den brechenden Seen. Es ist ein imposantes Naturschauspiel in unserer unmittelbaren Umgebung.
Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang zum Bubbly Pool. Dabei handelt es sich um ein rundes Becken, umgeben von mächtigen Steinen. Durch einen engen Durchlass bahnt sich die Atlantikdünung ihren Weg durchs Gestein. 
Und es ist überwältigend. Mit einer ungeheueren Kraft türmen sich 3m hohe Wassertürme vor dem engen Durchlass, um mit einem atemberaubenden Getöse durch die enge Passage gepresst zu werden. 
Alfons und ich befinden sich in einem natürlichen While Pool unglaublicher Stärke. Wir werden von dem sprudelnden Wasser mitgerissen und angehoben, es ist ein einziger Sprudellift.

Wir haben wieder einmal das Gefühl, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und genießen die Einzigartigkeit der Natur mit allen Sinnen.





Samstag, 4. März 2017

The Baths






The Baths ist eine Gruppe von Felsen und riesigen Steinen, die an der Südküste Virgin Gordas, liegt. Die Felsen liegen entlang der Küste, als hätten Riesen mit Murmeln gespielt. Wahllos liegen sie über und nebeneinander, stapeln sich zu ganzen Bergen auf. Sie liegen auf feinpulvrigem hellen Sand, der immer wieder hervorlugt. Durch die Schichtung haben sich Höhlen, Grotten und Pools gebildet. 
Früh am Morgen machen wir mit unserer Murada an einer der Nationalparkbojen fest und schwimmen an Land. Wir klettern durch die gigantischen Felsklötze, bestaunen deren Farben, Formen und Größe. Die Sonne wirft hier und da einige Strahlen durch einen Spalt. 

Donnerstag, 2. März 2017

Die British Virgin Islands, kurz BVI,s genannt

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich nicht gewusst, dass es die British Virgin Islands gibt, geschweige denn, wo sie liegen.


Die British Virgin Islands sind eine Gruppe von mehr als 50 kleinen und größeren Inseln, die im Antillenbogen östlich von Puerto Rico liegen. Sie sind ein ideales Charterrevier wegen der Vielzahl der Inseln und der kurzen Segelstrecken.  So rollen auch wir, um von einem zum anderen Ankerplatz zu kommen, nur das Vorsegel aus und sind nach kurzer Zeit an einem neuen Strand mit neuer Umgebung.



Die BVIs sind stark besucht und in der Hand der Charterbasen.  Für die zahlreichen Charteryachten, in der Mehrzahl Katamarane, liegen Bojen aus. Die wenigen Fahrtensegler fahren hier eindeutig die kleineren Schiffe und ankern auf dem wenigen noch freien Platz am Rande des Bojenfeldes.



Trotzdem fühlen wir uns privilegiert. Schließlich können wir die schönsten Strände und aufregendsten Spots auf eigene Faust erkunden und so lange bleiben, wie es uns gefällt. So besuchen wir unter anderem auf Virgin Gorda den legendären "Saba Rock" und "Bitter End", Anlauf- und Treffpunkte der Segler.








Mittwoch, 1. März 2017

Reisegedanken


Wir segeln mit der aufgehenden Sonne im Rücken von St. Marten zu den British Virgen Islands.

Das Meer zieht uns immer wieder in seinen Bann, es geht von ihm eine ungeheuere Kraft und Faszination aus.

Es ist keinen Moment langweilig auf und mit dem Meer.
Es plätschert, gluckert, braust und tobt.
Es ist Kraft und Sanftheit zugleich. 
Es degradiert den Menschen zur Bedeutungslosigkeit,
fordert Ehrfurcht und Demut, erzeugt aber auch Freude und Lebendigkeit.
Auf und mit ihm zu Leben ist eine ständige Herausforderung.
Es gibt nichts Vergleichbares, nichts Spannenderes nichts Fordenderes.
Nichts ist wirklich berechenbar, nichts unmöglich,
es ist immer wieder überraschend, nie langweilig.

Wir möchten zur Zeit mit nichts auf der Welt tauschen.