Donnerstag, 27. Dezember 2018

Guatemala, Informationen Rio Dulce

RAM Marina, gute Marina, um sein Boot an Land zu stellen, freundliches Personal, relativ preiswerte Möglichkeit sein Schiff überarbeiten zu lassen, man kann aber auch selbst Hand anlegen

Marinas, um im Wasser zu bleiben sind reichlich und preiswert vorhanden, z. B. Tortugal, Bonito, Catamaran, Monkey bay, Tjax.....

morgendliches Funknetz um 7:30 Uhr auf Kanal 69, super organisiert mit Informationen zu Wetter, Ausflügen, Unternehmungen, Restaurants, Flohmarkt und mehr

zahlreiche Ausflüge und Ankermöglichkeiten auf dem Rio, el Golfete, Lago de Izabal sind möglich, z.B. Besuch Fort San Felipe, heiße Quelle Cascada Caliente, Naturreservat El Tenamit mit Zip lining, Kletterpark, Kajakfahrt und heißer Quelle, Wanderungen in den Regenwald...

Samstag, 15. Dezember 2018

Guatemala, Informationen zu den Landausflügen





_____________________Tikal____________________________________________________________________________
Von Seglern empfohlene Übernachtung direkt an der Mayastätte: Hotel "Tikal Inn"
gute Backpackerunterkunft mit reichlich Information in Flores: Hostel "los Amigos"

Eintritt Mayastadt Tikal: 150 Q
Eintritt Sunset Tour : 100 Q zusätzlich, Karten vorher besorgen, nachts keine Kaufmöglichkeit.

Umtauschkurs: 8 Quezal - 1 Euro


____________________Copan Ruinas/Honduras______________
Shuttel vom Rio Dulce nach El Florido/Grenzstation zu Honduras mit Backpacker/Rio Dulce Travel für 150 Q
ab der Grenzstation bis Copan Ruinas fahren lokale Kleinbusse, p.P. ca. 1 US, Geld umtauschen an der Grenze leicht möglich

Eintritt Maya Ruinen : 15 US
Museum : 7 US
Copan Ruinas, schöne kleine Stadt mit Kopfsteinpflaster u weißen Lehmhäusern

"Sol de Copan" Kleinbrauerei, Besuch empfehenswert: frisch gezapftes Hefeweizen, dem deutschen Besitzer Thomas einen Gruß ausrichten

Rund um Copan Ruinas:
Besuch der Hacienda San Lucas mit Los Sapos, Steinfiguren der Mayas, am besten ein Ausflug zu Pferde
Besuch La Onda Maya, Luna Jaguar Spa, Thermalbad, 80 Grad heißes Quellwasser kommt aus dem Berg, wird mit dem kühlem Flusswasser gemischt und in verschieden temperierte Steinbecken geleitet, 24 km nördlich von Copan Ruinas


_________________________Antigua_____________________________________________________________________
Shuttle von Copan Ruinas bis Antigua, 270km p.P. ca. 185 Q

Antigua, ehemalige Hauptstadt Guatemalas, von 3 mächtigen Vulkanan umgeben, koloniale Relikte, alte Kirchengebäude, Kopfsteinpflaster, lebendiger Parque Central, viele Cafes und Restaurants, reichhaltiges Angebot an Aktivitäten und Ausflügen, Shuttle Möglichkeiten zur Weiterfahrt, absolut empfehlenswert !


________________________Chichicastenango___________________________________________________________
Fahrt von Antigua nach Chichi mit lokalen Bussen:
Antigua - Chimaltenango ca. 16km
Chimaltenango - Los Encuentros ca. 74km
Los Encuentros - Chichicastenango ca. 18km, zusammen p.P. ca. 40 Q

Unterkunft "Chalet House", familiäre, einfache Unterkunft, sehr sympathische Eigner, bestes Frühstück mit Obst und frisch gebackenem Brot in ruhiger Wohngegend, trotzdem dicht beim Markt, würden wir immer wieder wählen!

Empfehlung: Samstag Anreise, Sonntag Kirche und Markttag, Montag Weiterreise



____________________Lago de Atitlan_____________________
Fahrt von Chichi nach Panajachel mit lokalen Bussen:
Chichicastenango - umsteigen in Los Encuentros ca. 18km
Los Encuentros - umsteigen in Solola ca. 12km
Solola - Panajachel ca. 8km, zusammen p.P. ca. 24 Q


Panajachel:
Tagesfahrt mit der Lancha über den See: 125 Q
Sundowner im Sunset Cafe mit Blick über den See auf die Vulkane

einfache Lanchafahrt nach San Pedro, Santiago...25 Q , letzte Fahrt 19:00 Uhr

San Pedro La Laguna:
Hotel "Gran Sueno" zentral, Blick auf den See
lebendiger Ort, viele Cafes u Kneipen, Vulkanbesteigung, Wanderung zum Sonnenuntergang, Yogastunden und zahlreiche Aktivitäten

San Marcos La Laguna:
ruhigstes und schönstes Dorf am See, Mekka für Entspannung und Yoga

Santiago Atitlan:
größter Ort am See mit ausgeprägter indigener Identität, wunderbaren Web und Stickarbeiten und einem lebendigen Markt und Zentrumsplatz

San Juan La Laguna:
Künstlerdorf, 11 Künstler von Malerei bis traditionellem Kunsthandwerk



_________________________Huehuetenango____________________________________________________________
Shuttle von Panajachel nach Huehue, 141km, p.P. ca. 185 Q

in Huehue...altes, eingesessenes Hotel mit Flair: " Zaculeu "
Bergkulisse, Ausflüge ins Cuchumatanes Gebirge


________________________________Uspantan____________________________________________________________
freundlicher, authentischer Ort ohne Tourismus, entspanntes Treiben auf dem Zentrumsplatz, reges Markttreiben an Markttagen


_____________Fahrt durch das Cuchumatanes Gebirge_________
Gebirgszug, der sich von der mexikanischen Grenze bis zur Atlantikküste quer durchs Land zieht, phantastische Ausblicke, üppiges Grün, indigene Dörfer, mit den örtlichen Kleinbussen
einfach befahrbar


______________________________Coban_________________________________________________________________
einfache Öko Lodge 8km südlich von Coban "Paraiso Verde"
Besuch des Orchideengartens "Orquigonia" Führung durch das Orchideen-Schutzgebiet
p.P. 50 Q


_____________________________Lanquin________________________________________________________________
Unterkunft "El Retiro" absolut perfekt, am Fluss, kleine palmenbedeckte Lodges, gute Informationen, Ausflüge und Shuttels zur Weiterfahrt

Höhlensystem Grutas de Lanquin, jede Menge Fledermäuse

Semuc Champey, 11km südlich von Lanquin, Naturschutzgebiet mit 300m langer Naturbrücke aus Kalkstein mit zahlreichen Becken, die von kühlem Flusswasser durchspült werden, landschaftlich einmalig.

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unsere Empfehlung für Segelfreunde mit 2 Wochen Zeit:
Start Rio Dulce - Copan Ruinas/Honduras - Antigua - San Pedro/Lago de Atitlan - Chichicastenango - Lanquin - Rio Dulce

unsere Empfehlung für 3-4 Tage:
Tikal zum Sonnenaufgang, Yaxha zum Sonnenuntergang,
Flores am Lago Peten Itza

unsere Empfehlung für 2-3 Tage:
Copan Ruinas mit Besuch der Maya Stätte

viel Spaß in Guatemala, einem Land mit Dschungel, Maya Stätten, Wasserfällen, Höhlen, heißen Quellen, Flüssen, Vulkanen, Gebirgszügen.....ursprünglich, faszinierend und aufregend.

Montag, 10. Dezember 2018

Guatemala Rundreise




Feinstaub ? ....was ist das ???..... hier gibt es nur richtigen Dreck !!!..........................
....nach 15 Tagen Rundreise durch Guatemala sind unsere Lungen frisch geteert....



Wir haben eine Strecke von 1250 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,5km pro Stunde zurückgelegt und uns hauptsächlich mit den "collectivos", den lokalen Beförderungsmitteln fortbewegt.
Das sind in erster Linie Kleinbusse, sogenannte Microbusse, auch Chickenbusse genannt, die selbst die entlegensten Dörfer des Landes anfahren und unermüdlich im Einsatz sind. Ein Fahrer und ein Einsammler nehmen jeden am Wegrand Stehenden mit ...samt Viehzeug.....Abstand vom friedlichen Truthahnschnabel zu Alfons Arm 2cm.....Die alten Toyotas werden bis zum Bersten vollgestopft, in der Spitze zählen wir 29 Personen. Größere Gepäckstücke werden auf dem Dach verstaut und noch während der Fahrt vom Einsammler festgezurrt.

Da solch eine Quetsch und Stapelfahrt nicht die Angenehmste ist, haben wir es, wenn möglich, immer vorgezogen mit den "camionetas" zu fahren. Dabei handelt es sich um alte, ausgediente, amerikanische Schulbusse mit reichlich Power unter der Motorhaube. Da kommt es schon einmal vor, dass an dem Busfahrer ein Formel 1 Fahrer verloren gegangen ist und er seine Kraft und Größe nutzend alle übrigen Verkehrsteilnehmer laut hupend rechts und links überholt. Manchmal erleben wir eine entspannte Fahrt mit guter Musik und Sitzplatz auf geteerten Strassen, manchmal sind wir nur froh, heil angekommen zu sein.

Diese Art des Reisens ist für die meisten Traveller zu unbequem und nimmt überdies viel Zeit in Anspruch. Deshalb haben sich in den touristischen Orten Shuttle Unternehmen etabliert, die die Reisenden in neueren, klimatisierten Kleinbussen von Hotel zu Hotel bringen. Wenn es passt, nutzen wir auch dieses Angebot, finden es aber spannender, von der Touristenroute abzuweichen und auf eigene Faust unterwegs zu sein. Nur so kommen wir mit der einheimischen Bevölkerung " hautnah" in Berührung und erleben deren Alltag. Mit einem Lächeln und ein wenig Spanisch sind wir immer weiter gekommen. Sobald wir uns fragend umsehen, wird uns ungefragt Hilfe angeboten und der Weg erklärt. So haben wir gelernt, die Ortsnamen richtig auszusprechen und viel von den Einheimischen zu erfahren.

Wir sind, besonders im Hochland Guatemalas, vielen "indigenas" begegnet. Die Nachfahren der Mayas sind sehr kleine Menschen. Sie reichen uns gerade bis zur Schulter, sind schlank, haben pechschwarzes, glattes Haar, dunkelbraune Augen und schokoladenfarbene Haut. Uns gegenüber sind sie stets zuvorkommend und fast schüchtern.


Die "artesanias", Handarbeiten haben in Guatemala einen hohen Stellenwert, sowohl für den täglichen Gebrauch, als auch für den Handel. Neben der Korbflechterei, Keramik und Holzschnitzerei bilden die Webarbeiten und Stickereien der Maya Frauen den größten Anteil. Die gewebten Stoffe werden noch auf Holzwebstühlen gefertigt und die Wolle mit Naturfarben gefärbt. Feuerstellen werden mit Holz betrieben. Selbst im kühleren Hochland gibt es keine Heizung.

Die traditionelle Kleidung der Frauen besteht aus dem "corte", einen gewebten Stück Stoff gewickelt zum Rock und einer bestickten Bluse, der "huipil". Eine breite, kunstvoll bestickte Taillenschärpe, "faja" genannt, hält alles zusammen. Je nach Region und Stammeszugehörigkeit variieren die Farben und Muster der Webstoffe und Stickerein. Kinder werden im großen Webtuch auf dem Rücken getragen, Material auf dem Kopf. Die vier wichtigsten Maya Bevölkerungsgruppen sind die Quiche, Mam, Kekchi und Cakchiquel. Jede Gruppe spricht ihre eigene Sprache und identifiziert sich durch ihre Kleidung und Riten.



Parallel zum christlichen Glauben besteht die alte schamanische Maya Religion mit ihren Gottheiten. In Chichicastenango erleben wir eine Massentaufe, weihrauchschwenkende Schamane, Opfersteine, auf denen Kerzen entzündet und Blumen niedergelegt werden, einen Trommler, der hoch auf dem Kirchturm sitzt und einen Opferaltar am Aufgang zur Kirche, der stetig befeuert wird.

In einer einfachen, aber wunderbar gelegenen Öko-Lodge bei Coban sitzen wir mit dem Inhaber in der mit einem Holzofen befeuerten Küche und nehmen an den einfachen Mahlzeiten teil. Von Hand geklopfte Maisfladen werden zu jeder Mahlzeit gereicht, dazu Bohnen oder Bohnenmus, Schafs- oder Ziegenkäse, Omeletts mit Tomate und Zwiebel und Kochbanane.

In Copan/Honduras bestaunen wir die noch gut erhaltenen Stelen der weitläufigen Maya Stätte, baden wie Maya Könige mitten im Urwald in Naturbecken, die aus einer heißen Quelle gemischt mit dem kalten Flusswasser unterschiedlich temperiert sind und reiten zu einer entlegenen Mayastätte in den Bergen.


Wir durchqueren das Cuchumatanes Gebirge, übernachten in untouristischen Orten, mischen uns unter die Einheimischen. Wir erleben bunte Märkte mit lebendem Getier, Obst und Gemüse, Haushaltswaren und Textilwaren, den Schuhputzer, sämtliche Gewerke auf engstem Raum, den Anhänger mit 5 Ziegen, auf dem es frisch gemolkene Ziegenmilch gibt, den Jungen mit der Schubkarre voller Erdnüsse, die Garküchen, Saft und Eisverkäufer.


Wir vergessen aber auch nicht, all die touristisch lohnenswerten Ziele anzusteuern. Wir fahren über den Atitlan See, spazieren durch die anliegenden Orte, ein jeder mit seinem besonderen Charme. Wir genießen bei einem Sundowner den phantastischen Blick über den See mit seinen imposanten Vulkanen Toliman und San Pedro.

Wir besuchen Antigua, die alte Hauptstadt Guatemalas mit seinen Kopfsteinpflastern und engen Gassen.


Wir reisen durch das unwegsame Binnenland, besteigen im Naturreservat Semuc Champey den Mirador mit seiner Aussichtsplattform und einem atemberaubenden Blick auf eine 300 m lange Naturbrücke aus Kalkstein mit zahlreichen Becken. Der Rio Cahabon verläuft größtenteils unterirdisch unter der Kalksteinbrücke und nach dem Abstieg nehmen wir ein erfrischendes Bad in den türkisfarben schimmernden, natürlichen Felsbecken.

Wir besuchen das 61 Meter tiefe Höhlenlabyrinth von Lanquin. Zur Dämmerstunde verlassen Hunderte von Fledermäusen die Höhle. Wir sitzen ruhig am Rand der Höhle und werden von den Fledermäusen zielsicher und nur mit einigen Zentimetern Abstand umflogen....unvergessliche Momente.

Wir erleben bei einer einfachen Maya Familie das Rösten der Kakaobohnen bis zur Schokoladenherstellung und lassen uns zeigen, wie und wo Orchideen wachsen.

Reich beschenkt und mit einer Fülle von Eindrücken treten wir die Heimreise an. Guatemala hat uns gefangen genommen mit einfachen, freundlichen Menschen, einer imposanten Landschaft, einer nach wie vor gelebten Maya Kultur und einer Lebendigkeit und Vielfältigkeit, die uns begeistert hat.

Bei unserer Rückkehr finden wir unser Schiff genau so vor, wie wir es verlassen haben. Der Coppercoat Unterwasseranstrich ist in unserer Abwesenheit gut gehärtet.

Einige Tage später sind wir im Wasser. Weihnachten und Silvester wollen wir, gemeinsam mit anderen Seglern noch im Fluss verbringen. Danach werden wir Guatemala in unserem Kielwasser zurück lassen und unsere Lungen mit dem frischen Wind vom Teer und Dreck der Strasse befreien.